1986

Bergsenkungen führten nicht nur in Essen-Dellwig dazu, dass die dortige Schleuse abgebaut werden musste. Auch im Bereich der Schleuse VI, Herne-West, war es durch den Bergbau zu tiefgreifenden Geländeveränderungen des Kanalbettes gekommen. So hatte die Schleusengruppe zwischen 1914 und 1986, als der Bergbau eingestellt wurde, unterschiedliche Senkungen bis etwa 4,8 Meter erfahren. Die Senkungsmaße waren auch innerhalb der Schleusenkammer nicht einheitlich und betrogen z.B. am Unterhaupt der Südschleuse 0,8 Meter, am Oberhaupt dagegen 3,8 Meter. Diese Senkungen bzw. Schiefstellungen wurden wiederholt durch Aufhöhungen der Kammermauern ausgeglichen, was die Bausubstanz und die Standfestigkeit der Schleusenkammer nicht unbedingt verbesserte.

 Foto Schleuse Herne West im Betrieb
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Im Rahmen der Anpassung des oberen Rhein-Herne-Kanals auf die modernen Schifffahrtsmaße wurde das Kanalbett so umgestaltet, dass die Schleusenstufe Herne-West überflüssig wurde. Dazu wurden die beiden Kanalhaltungen unterhalb und oberhalb der alten Schleuse auf ein einheitliches Niveau gebracht, so dass die Geländestufe fortfiel. Möglich wurde dieser Umbau durch die Veränderungen an der nächst höheren Schleuse in Herne-Ost,
bei der die Kanalstufe auf 12,8 Meter erhöht wurde. Nachdem die erste der beiden Schleusen in Herne-Ost fertig gestellt worden war, konnte mit der Tieferlegung der Kanalhaltung oberhalb der Schleuse Herne-West auf das Niveau der Haltung unterhalb begonnen werde